International Projects of the National Aerospace University "Kharkiv aviation Institute" financed by Tempus and Erasmus+ projects

Logistik für Luftfahrttechnik: Master, Trainingscenter


Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGUU), Deutschland

An der OVGUU existiert seit 1997 am Institut für Logistik- und Materialflusstechnik (ILM) der Diplom-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Logistik, der gerade im Rahmen des Bolognaprozesses auf Bachelor/Master umgestellt wird. Dieser Studiengang war damals einer der ersten seiner Art deutschlandweit. Die Erfahrungen bei der Einführung dieses Studienganges in Magdeburg können jetzt für die Implementierung der Spezialisierungsrichtung Logistik für den Masterstudiengang „Technologien des Flugzeugbaus“ (Technologies of Aircraft Building) für die Luftfahrttechnik in der Ukraine genutzt werden.

Prof. Schenk war bereits in das Tempus Projekt „CD_JEP 17019 – 2002 Aufbau und Entwicklung des neuen Studienprofils „Materialfluss und Logistik“ an der Fakultät für Maschinenbau der Universität Nis“ eingebunden.


Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg, Deutschland (IFF)

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung IFF forscht und entwickelt auf den Schwerpunktgebieten Virtual Engineering, Logistiksysteme und -netze, Automatisierung sowie Antragsformular; Gemeinsames Europäisches Tempus-Produktions- und Anlagenmanagement. Zu seinen Kunden für die Auftragsforschung gehören die öffentliche Hand, internationale Industrieunternehmen, die Dienstleistungsbranche und Unternehmen der klein- und mittelständischen Wirtschaft.

Das Fraunhofer IFF ist in nationale und internationale Forschungs- und Wirtschaftsnetzwerke eingebunden und kooperiert eng mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und weiteren Hochschulen und Forschungsinstitutionen der Region.

Gemeinsam mit der OVGUU betreibt das IFF das LogMotionLab, ein Test- und Entwicklungslabor für RFID-Technologien. Gemeinsam entwickeln IFF und OVGUU intelligente Logistiklösungen und führen Ausbildungsmaßnahmen auf diesem Gebiet mit Hilfe des LogMotionLabs durch. Die Kontaktperson des IFF für das Tempusprojekt, Kay Matzner, ist im IFF verantwortlich für die Internationale Kooperation mit China und Osteuropa. Vor kurzem hat das IFF ein europaweit einmaliges Zentrum zum virtuellen Training und zur virtuellen Produktentwicklung eröffnet: das VDTC-Virtual Development and Trainig Centre. Die Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Trainingscenters sind hilfreich für die Schaffung der beiden Trainingscenter in der Ukraine im Rahmen des beantragten Projektes.


Montan Universität Leoben, Österreich (MU)

Die MU besteht aus 19 Instituten und arbeitet in verschiedenen Bereichen der Metallurgie, Physik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik und IT. Das Institut für Industrielle Logistik führt eine große Breite an Forschungsprojekten mit der Siemens AG, der Roto-Frank AG und der Knapp Systemintegration GmbH durch. An der MU gibt es den Studiengang Industrielogistik. Erfahrungen aus dem Aufbau dieses Studienganges werden in das beantragte Projekt einfließen und von großem Vorteil sein.

Die Kontaktperson an der MU ist Dr. Helmut Zsifkovits, Seniorlektor, verantwortlich für Projekte im Bereich Komplexitätsmanagement, Prozessmanagement und Supply Chain Kollaboration. Das IFF kooperiert schon seit vielen Jahren mit der MU. In der jüngsten Zeit wurde z.B. ein gemeinsamer Tempus SCM Antrag (T063B06) mit dem KhAI, dem IFF und der OVGUU gestellt. Zwischen der OVGUU und der MU gibt es ein gemeinsames Socrates/Erasmus-Programm mit einer Studenten- und Dozentenmobilität im Bereich der Logistik.


Nationale Luft- und Raumfahrt Universität „KhAI“, Ukraine

Die KhAI wurde 1930 mit den zwei Fakultäten Flugzeugbau und Antriebssysteme gegründet. Heute ist das KhAI mit 11.000 Studenten und 2.700 akademischen Mitarbeitern eine der führenden Institutionen der Hochschulbildung im Bereich der hochspezialisierten Ausbildung für die Flugzeugund Raumfahrtindustrie in der Ukraine und im Ausland. Die Universität hat mehr als 73.000 Ingenieure hervorgebracht und 80% der KhAI Abgänger gehören zu den Spezialisten, die in der Luftund Raumfahrtindustrie in der Ukraine beschäftigt sind.

Ende der 1990er etablierten sich aufgrund der Verbesserung der ökonomischen Situation in der industriellen Branche Fakultäten der KhAI in Zaporozhie (JSC „Motor-Sich“), Kharkov („Aviacontrol“, „FED“, Kharkov Staatliche Flugzeugbaugesellschaft), Kiev (technischwissenschaftlicher Luftfahrtkomplex ANTONOV, Kiev Luftfahrtindustrie „Aviant“) und Dnepropetrovsk (Süd Maschinenbau Fabrik, Konstruktion Büro „Yuzhnoe“). Neun Außenstellen der KhAI Institute befinden sich in Kharkov, Eupatoria, Feodosia, Zaporozhie und Nikolaev. Die Mehrzahl der oben erwähnten Unternehmen und Institute nutzen die wissenschaftlichen Entwicklungen der Universität: 2004/2005 wurden von den universitären Institutionen mehr als 80 bilaterale Verträge ausgestaltet, welche auf die Bereiche Konstruktion, Pilotentwicklungen, Prüfung und Einführung von Produkten und Technologien in 16 Gebieten der Bereiche Flugzeukonstruktion, Maschinenbau und verwandten Themengebieten abzielen.

1992 hat das KhAI einen Vetrag über die Zusammenarbeit mit der OVGU unterschrieben, welcher unterschiedliche Themenfelder in der Zusammenarbeit in Bildung und Forschung bezüglich der Bereiche Flugzeugkonstruktion, Detailentwicklung von Verbundmaterialien, Technologien und Ausrüstungen für die schnelle Verarbeitung von Stahlkonstruktionen usw. festlegt. Fünf Studenten des KhAI haben ihre Diplomarbeit bei Professoren der OVGU geschrieben.

Der Projektkoordinator am KhAI ist Prof. Anatoliy Kuznetsov, Dekan der e-Learning Fakultät und Leiter des Projektmanagementbüros. Unter seiner Aufsicht ereichten mehr als 10 Postgraduierte ihren PhD Abschluss. Ebenso hat er Erfahrungen in der Vorbereitung und Durchführung von Bildungs- und Forschungsprojekten, an denen das KhAI beteiligt war. Er hat viel zur Etablierung ukraineweite Netzwerklernens beigetragen. Prof. A. Kuznetsov ist Koordinator des Tempus SCM T011B04 Projekt, welches er erfolgreich mit der aktiven Teilnahme der IFF Repräsentanten implementiert hat genauso wie das JEP 26212-2005, welches darauf abzielt die universitäre und industrielle Verbindung zwischen Unternehmen der Ukraine und der EU im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik zu entwickeln.


Dombass Staatliche Maschinenbau Akademie (DMA)

Die 1959 gegründete und 1999 umorganisierte DMA ist heute eine der führenden technischen Universitäten in der Region Donetsk (Donbass). 1997 wurden die Maschinenbauakademie und die Druzhkovskiy-Akademie mit der DMA usammengeschlossen. Die Universität besteht aus sechs Fakultäten, die acht Ausbildungsgebiete anbieten. Die Universität beschäftigt 690 wissenschaftliche Mitarbeiter und betreut eine Studentenschaft von rund 8.400 Personen (Wintersemester 2005/2006).

Der lokale Teamleiter wird Dr. I. Aliev, stellvertretender Rektor für wissenschaftliches Arbeiten, ehemaliger Absolvent des Instituts für Technologien und Produktionswirtschaft, sein.


Ministerium für Bildung und Wissenschaften, Ukraine

Das Ministerium für Bildung und Wissenschaften der Ukraine:
- entwickelt die Bildungsprogramme und staatlichen Bildungsstandards
- trifft Entscheidungen in der staatlichen Politik im Bereich Bildung, Wissenschaft und professionelle Ausbildung für Spezialisten
- stellt die Verbindung mit Hochschuleinrichtungen und Behörden anderer Länder her
- akkreditiert Hochschul- und Berufsschuleinrichtungen, erteilt Lizenzen und Zertifizierungen an sie.


Kharkover Staatlicher Flugzeugbaubetrieb, Ukraine

Der Staatliche Flugzeugbaubetrieb (KSAMC) ist führend in den Bereichen Flugzeugkonstruktion und -entwicklung von ANTONOV Flugzeugen. Sämtliche Serienmodelle des ANTONOV Flugzeuges (AN-74, AN-140, AN-148, einschließlich der Passagier-, Fracht- und VIP-Modelle) werden am KSAMC entwickelt. Das Unternehmen hat eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Nahen Osten, Lateinamerika und Brasilien aufgebaut. Bei der Farnborough Luftfahrtshow 2006 hat die Delegation der KSAMC Verträge zur Entwicklung von 49 Flugzeugen für den Geschäftsraum Europa und Naher Osten unterschrieben. KSAMC ist der Hauptbegründer des staatlichen vertikal-integrierten Luftfahrtkooperation „ANTONOV“, welche 2004 auf Anweisung des Präsidenten der Ukraine unter Teilnahme des luftfahrttechnischen Konstruktionsbüros Antonov und der Kiewer Luftfahrtechnikunternehmung „Aviant“ gegründet wurde.

Seid 1995 haben rund 30% der Universitätsstudenten ein Praktikum bei KSAMC absolviert. Viele der Studenten des Flugzeugbaus und der Motorenentwicklung des KhAI schreiben ihre Diplomarbeiten bei den Mitarbeitern der KSAMC. Diese werden bei der öffentlichen Verteidigung der Diplomarbeiten im KhAI Komitee mit einbezogen.

Die Kontaktperson bei KSAMC ist Prof. Araslanov, stellvertretender Generalkonstrukteur von KSAMC, welcher die Verantwortung für internationale Kooperationsprojekte hat.